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Spaniens 100-%-Steuer auf Nicht-EU-Immobilienkäufer: der tatsächliche Stand 2026

Die Schlagzeile erschreckte jeden Nicht-EU-Käufer. Die Realität 2026: Der Vorschlag ist im Kongress ins Stocken geraten, wurde nie debattiert und stößt auf Widerstand, der die extreme Version unwahrscheinlich macht. Was real ist, was nicht, und wie man plant.

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TOVon The Outpost desk·Geprüft

Der 100-%-Zuschlag ist noch immer nur ein PSOE-Vorschlag, im Mai 2025 dem Parlament vorgelegt — er ist kein Gesetz und hat kein Inkrafttretensdatum.

Die Schlagzeile vs. die Realität

Anfang 2025 brachte Spaniens Ministerpräsident ins Spiel, Nicht-EU-Immobilienkäufer mit bis zu 100 % des Kaufwerts zu besteuern. Die Schlagzeile ging um die Welt und ließ viele britische, amerikanische und Golf-Käufer erstarren. Ein Jahr später lohnt es sich, den Soundbite vom Gesetzestext zu trennen.

Fazit: Stand 2026 ist dies immer noch nur ein Vorschlag — kein Gesetz, ohne Inkrafttretensdatum — und im Kongress ins Stocken geraten.

Was tatsächlich geschah

Die Maßnahme wurde von der regierenden PSOE im Mai 2025 dem Parlament vorgelegt. Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Senatsprüfung im Herbst 2025 und einen möglichen Start im Januar 2026 vor. Dieser Zeitplan verstrich. Bis März 2026 zeigten die Parlamentsakten, dass der Entwurf nicht einmal debattiert worden war.

Warum es ins Stocken geriet

Spaniens sozialistisch geführte Regierung ist eine Minderheit, die von einem Flickenteppich kleinerer Parteien abhängt, die von Fall zu Fall abstimmen. Neue Steuern gehören zu dem, was so am schwersten durchzubringen ist. Entscheidend ist, dass die katalanische Partei Junts — auf deren Unterstützung die Regierung angewiesen ist — die Steuer ablehnt. Ohne Mehrheit ist die extreme 100-%-Version in der vorliegenden Form unwahrscheinlich.

Was heute REAL ist

Verwechseln Sie eine ins Stocken geratene Schlagzeile nicht mit „Spanien ist günstig zu kaufen“. Die üblichen Nichtansässigen-Kosten sind sehr real und überraschen ausländische Käufer regelmäßig:

  • ITP (Grunderwerbsteuer): je nach autonomer Region rund 6–11 % bei Bestandsimmobilien.
  • Neubau: 10 % MwSt. plus AJD-Stempelsteuer statt ITP.
  • IRNR-Mietsteuer: 24 % auf Brutto-Mieteinnahmen für Nicht-EU-Eigentümer (19 % für EU/EWR).
  • Fiktive Einkommensteuer: Spanien besteuert ein fiktives Einkommen selbst bei einem leeren Zweitwohnsitz.

Wie man darum herum plant

Planen Sie um die Regeln, die existieren, nicht um die, die Schlagzeilen machte. Bauen Sie Ihr Budget auf geltendem Recht auf — ITP/MwSt., IRNR, fiktives Einkommen, plus Recht und Notar — und behandeln Sie den 100-%-Zuschlag als politisches Risiko geringer Wahrscheinlichkeit, nicht als Zeile in Ihrer Tabelle. Sollte er je vorankommen, wird er lange vor einem Einfluss auf einen abgeschlossenen Kauf debattiert, geändert und datiert.

Ein Outpost-Dossier bepreist den spanischen Kauf nach dem heute geltenden Recht — regionsspezifische ITP, Nichtansässigensteuer, alles — damit Sie über die echte Zahl entscheiden, nicht die beängstigende.

Häufige Fragen

Erhebt Spanien aktuell eine 100-%-Steuer auf Nicht-EU-Käufer?

Nein. Es ist ein Vorschlag der regierenden PSOE (eingereicht Mai 2025), kein geltendes Gesetz. Anfang 2026 war er im Kongress ins Stocken geraten und nicht debattiert worden, ohne Inkrafttretensdatum.

Ist die Annahme wahrscheinlich?

In der extremen 100-%-Form in der vorliegenden Fassung unwahrscheinlich. Der Minderheitsregierung fehlt die Mehrheit, und wichtige Partner — darunter Junts — lehnen neue Immobiliensteuern ab. Jede endgültige Maßnahme bräuchte parlamentarische Zustimmung und könnte erheblich abweichen.

Welche Steuern zahlen Nicht-EU-Käufer heute tatsächlich in Spanien?

Grunderwerbsteuer (ITP) von rund 6–11 % je nach autonomer Region bei Bestandsimmobilien, oder 10 % MwSt. plus AJD bei Neubauten; Nichtansässigensteuer (IRNR) von 24 % auf Mieteinnahmen für Nicht-EU-Eigentümer; und eine fiktive Einkommensteuer selbst bei leeren Zweitwohnsitzen. Regionale Sätze mit einem lokalen Berater bestätigen.

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